Dachboden dämmen mit Seegras: So einfach lassen sich 550 Quadratmeter am Schweriner See dämmen

Ein ungenutzter Dachboden ist einer der größten Energiefresser im Haus – und gleichzeitig einer der einfachsten Orte, um mit Dämmung richtig viel zu bewegen. Ein Ehepaar am Schweriner See hat genau das gemacht: 550 Quadratmeter Dachboden mit Seegras von Build Blue gedämmt. Die NDR-Reportage vom Dezember 2025 hat das Projekt begleitet und zeigt, wie unkompliziert das in der Praxis aussieht.

Warum der Dachboden zuerst

Bei der energetischen Sanierung wird die oberste Geschossdecke gern übersehen – dabei lohnt sie sich fast immer zuerst. Wird der Dachboden nicht beheizt, steigt die Wärme aus den Wohnräumen ungebremst nach oben und verpufft ungenutzt über eine oft nur wenige Zentimeter dicke Decke. Der Vorteil gegenüber Fassaden- oder Dachschrägendämmung: kein Gerüst, kein Eingriff ins Erscheinungsbild des Hauses, kaum Raumverlust. Die Sparren oder die Geschossdecke werden einfach bis zur Oberkante mit Seegras verfüllt – von Hand, mit Eimer und Rechen, ganz ohne Maschinenpark.

Das Referenzprojekt: 550 m² am Schweriner See

Das Ehepaar hatte jahrelang vergeblich versucht, Seegrasdämmung aus Dänemark zu bestellen – ohne Antwort. Über Build Blue fanden sie schließlich einen Anbieter direkt von der Ostseeküste.

Die Eckdaten des Projekts:

  • Fläche: 550 m² Dachboden
  • Material: 70 Kubikmeter Seegras (Wavefill-Schüttung)
  • Kosten: rund 9.500 € netto – wer selbst schüttet, spart die Handwerkerkosten komplett

Das Feedback war durchweg positiv: angenehm zu verarbeiten, kein Jucken wie bei Glaswolle, spürbar regional und trotzdem bezahlbar.

„Lässt sich sehr gut verarbeiten.“ „1A Ware!“

So läuft die Dämmung in der Praxis ab

Seegras lässt sich auf dem Dachboden als lose Schüttung zwischen die vorhandenen Deckensparren einbringen. Wird der Dachboden nicht begangen, kann die Dämmung nach oben offen bleiben. Wer ihn weiter nutzen möchte, legt diffusionsoffene Dielen oder Platten darüber – wichtig: das Material darf für gute Dämmeigenschaften nicht zusammengepresst werden.

Der große Unterschied zu Mineralwolle: kein Juckreiz, keine Schutzausrüstung nötig, keine Fasern in der Atemluft.

Die Fakten, die überzeugen

  • Wärmeleitfähigkeit: 0,04 W/(m·K) bei Wavefill – auf Augenhöhe mit Mineralwolle
  • Brandschutz: DIN B2 geprüft, brennt dank des natürlichen Salzgehalts nicht
  • Schädlinge & Schimmel: das Salz hält Insekten fern, Seegras verrottet nicht, solange es trocken bleibt
  • CO₂-Bilanz: Seegras speichert rund 1.200 kg CO₂ pro Tonne dauerhaft im Gebäude

Wie Torsten Schaefer, Technischer Leiter und Build-Blue-Kunde, es zusammenfasst: "Nachträgliches Dämmen ist eine kostengünstige Möglichkeit, energetisch zu sanieren."

Selber machen oder machen lassen

Das Material ist bewusst so gemacht, dass es jeder verarbeiten kann – ganz ohne Schulung oder Zertifikat. Wer den Dachboden selbst schüttet, zahlt nur das Material. Für größere Flächen übernimmt das auch jeder Fachbetrieb, der Einblasdämmung anbietet.

Interesse an Seegrasdämmung für den eigenen Dachboden? Kleinmengen zum Ausprobieren gibt's direkt im Build-Blue-Shop, für Projekte in der Größenordnung wie am Schweriner See einfach über das Kontaktformular melden.

Dachboden dämmen mit Seegras

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